Ästhetik in Beton


Die Fotoausstellung von Martin Maleschka, vom 21. Juni bis 12. Juli 2018 im Baubüro, zeigt die Ästhetik und Veränderung der baulichen Relikte in Plattenbau-Stadtteilen wie Neulobeda

Plattenbauten und Baulichkeiten der DDR galten lange Zeit als grau und trist. Die Bewohnerschaft des Neubaugebietes Neulobeda weist jedoch schon seit mehreren Jahren ein beachtliches Interesse und Engagement an der Geschichte und Entwicklung ihres jungen Stadtteils auf. Diese Veränderung in der Wahrnehmung der baulichen Relikte ist zunehmend für die gesamte Architekturlandschaft der DDR zu beobachten.

Einer dieser Begeisterten ist Martin Maleschka. Selbst in der sozialistischen Planstadt Eisenhüttenstadt aufgewachsen, machte er sich während und nach seinem Architekturstudium an der TU Cottbus auf die Suche nach der Ästhetik der „Ostmoderne“. Es liegt im Kern der Sache, neben der Kunst, auch den Erhalt und die Inwertsetzung der dazugehörigen Gebäude zu fördern.

Beides tut Maleschka in erster Linie mit seiner Kamera. Er entwickelte einen Blick für das Selbstverständliche gleichermaßen wie für das Vergessene. Der dabei entstehende fotografische Stil schafft es, sowohl die Sachlichkeit und Qualität des umbauten Raums als auch dessen besondere Stimmung und ungeschönte Charakteristik wiederzugeben. Maleschka bewegt sich hierbei von der Supertotalen für den städtebaulichen Zusammenhang bis zur Detailaufnahme für künstlerische Gestaltungen und Strukturen.
Ein wichtiges Objekt seiner Arbeiten stellen auch die Baulichkeiten und künstlerischen Relikte der „Ostmoderne“ in Jena dar. Eines der größten Vorhaben stellt das Neubaugebiet Neulobeda dar, weswegen Martin Maleschka seine Werke im dortigen kreativen Baubüro ausstellen wird. Die Ausstellung wird gemeinsam mit Florian Dossin von der Bauhausuni Weimar verwirklicht.

Das kreative Baubüro, der jenawohnen GmbH, versteht sich als Plattform und Experimentierfeld für Künstler, Kunstinteressierte und vor allem für Bewohner des Stadtteils Jena-Lobeda. So wird das Baubüro, in der Stauffenbergstraße 10 für drei Wochen zum temporären Ausstellungsraum.

  • Ausstellung 21. Juni bis 12. Juli 2018  Montag bis Freitag 16:00 bis 19:00 Uhr
  • Vernissage 21. Juni 2018 ab 18:00 Uhr mit kleinen Konzert
  • Finissage  12. Juli 2018 ab 18:00 Uhr mit Themenabend

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