Bekrönt – Jenaer Hospiz feiert Richtfest


Am Dienstag feierte das stationäre Hospiz in Jena Lobeda Richtfest. Unter dem Beifall der rund 150 Gäste zogen Bauleute der beteiligten Gewerke die Richtkrone auf.

Am Dienstag feierte das stationäre Hospiz in Jena Lobeda Richtfest. Unter dem Beifall der rund 150 Gäste zogen Bauleute der beteiligten Gewerke die Richtkrone auf. Der eingeschossige Flachbau mit viel Grünflächen drum herum wird ab Anfang nächsten Jahres zwölf Bewohner aufnehmen können. Unheilbar kranke Menschen werden in dem Gebäude eine Heimat auf Zeit finden.

Die stationäre Einrichtung baut jenawohnen für die 2014 gegründete „Hospiz und Palliativ-Stiftung Jena“. „Krankheit und Abschied von unseren Lieben sind keine populären Themen“, so jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum. „Dennoch gehören sie zum Leben dazu, und wir wollen die räumlichen Voraussetzungen für geborgene Pflege und ein Ende in Würde schaffen.“

Die Hospiz- und Palliativ-Stiftung (HPSJ) wird das Hospiz betreiben. „ Wir freuen uns sehr, dass der Bau so gut voranschreitet und können es kaum erwarten, das Haus mit Leben zu füllen“, sagte der Stiftungsvorsitzende Dr. Ulrich Wedding. „Denn genau darum geht es, den letzten Tagen mit Zuwendung und professioneller Pflege mehr Leben zu geben und Kranke und ihre Angehörigen zu entlasten.“ Trotz des überall spürbaren Fachkräftemangels konnte die HPSJ bereits zwei Drittel der benötigten, Pflegefachkräfte für das Hospiz gewinnen. In dem Hospizbau werden auch der von der Stiftung betriebene Ambulante Palliativ Beratungsdienst für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie die Ehrenamtsarbeit des Hospizfördervereins neue Räume finden.

Nach den Redebeiträgen zum Richtfest, die Stadt war vertreten durch Bürgermeister Frank Schenker und Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt, bedankte sich Polier Ralf Worm bei allen Beteiligten und bat mit dem traditionellen Richtspruch um Schutz und Segen für das Haus. Viele Gäste nutzten die Möglichkeit, ihre eigenen Wünsche zum Thema „Before I die, I want…“ mit bunter Kreide an die schwarzen Tafeln am Bauzaun zu schreiben.

Das Hospiz in Lobeda ist ein Gemeinschaftsprojekt von jenawohnen, der HPSJ und vieler Jenaer Bürger. Die Projektkosten betragen insgesamt 3,8 Millionen Euro. Davon muss die HPSJ rund 500.000 Euro für die Ausstattung und Startphase des Hospizes durch Spenden finanzieren. Während die Planungen und Vergabeverhandlungen für die Innenausstattung schon angelaufen sind, fehlen der Stiftung noch rund 70.000 Euro an Zuwendungen, um ihr gestecktes Ziel zu erreichen. 

 

 


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