Bunte Bienenweiden bei jenawohnen: Positive Bilanz nach einem Jahr


Nachhaltiges Pilotprojekt auf 2400 Quadratmetern in Lobeda und in Jena-Nord

Kristiane Schley begutachtet die Bienenweide in der Fregestraße. Foto: Theresa Schödensack

Kornblumen, Klatschmohn und Margeriten setzen derzeit wunderschöne Farbakzente in der Fregestraße 2 - 4 in Lobeda-West und im Händelweg 4 in Jena-Nord. Im Sommer 2019 startete jenawohnen hier auf insgesamt 2.400 Quadratmetern das Pilotprojekt der “Bienenweiden” und gestaltete zwei „normale“ Rasenflächen zu bunten Blumen- und Kräuterwiesen um. 

“Die Wiesen haben sich genau so entwickelt, wie es zu diesem Zeitpunkt sein soll. Die Natur nimmt sich die Zeit, die sie braucht”, freut sich Kristiane Schley vom Landschaftsarchitekturbüro Schley + Partner aus Erfurt, während sie durch die Bienenweide in Lobeda-West läuft. 

“Wiesen sind die zeitgemäße Antwort auf das Insektensterben und den Klimawandel. Wir wollen unseren Beitrag leisten und Insekten auch in der Stadt zusätzliche Lebensräume bieten“, erklärt jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum das Ziel des Projektes. Aus diesem Grund sind insgesamt bis zu sieben weitere jenawohnen-Standorte mit einer Gesamtfläche von 2,3 Hektar für die Umgestaltung in Bienenweiden geplant.  

Ein buntes Büfett für viele Lebewesen 

“Diese Blumenwiesen sind ein buntes Büfett für die unterschiedlichsten Lebewesen”, weiß die Landschaftsarchitektin und ergänzt: “Durch die vielen verschiedenen Pflanzen, wie Wiesenstorchschnabel, Schafgarbe, Salbei, Natternkopf und viele weitere ist für jedes Insekt etwas dabei.” Auch Singvögel finden auf den Weiden reichlich Futter, da sie sich im Frühjahr von Insektenlarven und im Spätsommer bis Herbst von den ausfallenden Pflanzensamen ernähren. 

Wiesen sind nicht nur viel nachhaltiger als der kurzgetrimmte Rasen. “Das tolle ist auch, dass zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Pflanzen blühen”, gibt Kristiane Schley zu verstehen. So können blühende und duftende Blüten von April bis Oktober Insekten anlocken. Deshalb werden die Flächen der Bienenweiden auch nicht so häufig gemäht wie die restlichen Grünanlagen von jenawohnen. Im Spätsommer nach Blüte und Samenbildung und bei Bedarf nochmal vor dem Winter. 


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