jenawohnen plant 150 neue Wohnungen in Lobeda-West


Sechs Gebäude mit Tiefgarage und rund 12.500 Quadratmeter Wohnfläche / Ausstellung informiert über Bauvorhaben

Der Entwurf des Büros “Thomas Müller Ivan Reimann Architekten“ aus Berlin sieht insgesamt 150 Wohnungen unterschiedlicher Größe vor. Bildnachweis/Quelle: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten
Das neue Quartier soll insgesamt sechs Gebäude haben, auch eine Tiefgarage ist vorgesehen. Bildnachweis/Quelle: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten

Das kommunale Wohnungsunternehmen jenawohnen plant 150 neue Wohnungen in Lobeda-West: Ab 2023 soll das neue Quartier “Wohnen an der Saale” in der Theobald-Renner-Straße entstehen. Die Wohnungen verteilen sich auf sechs einzelne Gebäude, zwanzig Prozent der Wohnungen werden mietpreisgebundene Sozialwohnungen sein. Zudem ist eine Tiefgarage mit Platz für über 130 Pkw geplant. Ab dem 22. September 2020 informiert eine Ausstellung im Kreativen Baubüro in Lobeda über das geplante Bauprojekt von jenawohnen.

Basis für das nun startende Bebauungsplanverfahren ist das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs mit insgesamt sechs Büros. Der Siegerentwurf stammt vom Büro “Thomas Müller Ivan Reimann Architekten“ aus Berlin.

„Dieser Entwurf überzeugte die Jury dadurch, dass er sich städtebaulich sehr gut integriert und gleichzeitig eine deutliche Erkennbarkeit als Quartier ermöglicht. Um den Bedarf an familiengerechten Wohnraum aufzunehmen, werden mehr als die Hälfte der Wohnungen vier oder sogar fünf Zimmer haben“, erklärt Tobias Wolfrum, Geschäftsführer von jenawohnen. „Mit dem Projekt schaffen wir ein attraktives Wohnquartier und leisten gleichzeitig einen weiteren Beitrag für faire und bezahlbare Mieten in Jena“, so Wolfrum.

„Das neue Quartier befindet sich in einer sehr attraktiven, landschaftlich exponierten Lage. Eine unserer wichtigsten Zielsetzungen war es, das Quartier so zu konzipieren, dass möglichst alle Wohnungen von dieser Lage profitieren. Die polygonalen Grundrissformen und die Anordnung der Balkone an den Ecken ermöglichen jeder Wohnung einen ungestörten Blick in die anliegenden Landschaftsräume. Die Freiräume werden so gestaltet, dass die Landschaft unmittelbar an die einzelnen Häuser heranreicht. Spielplätze, Aufenthaltsräume im Freien, Parkplätze und Zuwegungen werden als ein Teil der Landschaft konzipiert: Sie werden in die Topographie des Grundstücks und die anliegenden Grünräume integriert”, erklärt Architekt Ivan Reimann (Thomas Müller Ivan Reimann Architekten) die Ansätze des Entwurfs.

Rollstuhlgerechte Wohnungen im Erdgeschoss
Alle Wohnungen sind barrierearm und werden barrierefrei über Aufzüge erschlossen. Zudem ist in jedem der sechs Häuser eine rollstuhlgerechte Wohnung im Erdgeschoss vorgesehen. Ebenfalls im Erdgeschoss wird es Abstellräume für Kinderwagen und Rollatoren geben, im Untergeschoss ist auch Platz für über 330 Fahrräder. „Neben der Architektur war es gerade der Blick auf die Alltagsbedürfnisse der verschiedenen Mietergruppen, von der jungen Familie bis zum Seniorenpaar, der die Jury überzeugte. Damit gelingt eine weitere Stärkung von Lobeda. Ich freue mich auf das Projekt“, so Volker Blumentritt, Ortsteilbürgermeister von Neulobeda, Vorsitzender des Beirates von jenawohnen und Mitglied der Jury.

Der nächste Schritt ist nun die Durchführung des vorhabenbezogenen Bebauungs-planverfahrens. Bereits heute (10. September 2020) wird das Projekt im Stadtentwicklungsausschuss und im Ortsteilrat Neulobeda vorgestellt. Der gewünschte Baustart ist aktuell, natürlich abhängig vom Bebauungsplan- und dem anschließenden Baugenehmigungsverfahren für das Frühjahr 2023 avisiert, die Fertigstellung dann Frühjahr 2025.

Info: Thomas Müller Ivan Reimann Architekten
Das Büro Thomas Müller Ivan Reimann Architekten wurde 1988 von Thomas Müller und Ivan Reimann in Berlin gegründet und wird heute zusammen mit Regula Scheibler und Torsten Glasenapp geführt. Derzeit arbeiten rund 70 Mitarbeiter für das Unternehmen. Das Spektrum umfasst städtebauliche Planungen, komplexe Neubaumaßnahmen, Innenraumplanung sowie Umbauten und denkmalgerechte Restaurierungen. Eine besondere Kompetenz erarbeiteten sich Müller Reimann Architekten im Wohnungsbau durch die sorgfältige Integration der Projekte in ihre Umgebung, das abgestimmte Zusammenspiel von Architektur und Landschaft sowie die hohe Qualität der Grundrisse. Zu den wichtigsten Wohnungsbauprojekten zählen u. a. das ausgezeichnete Lukas-Areal in Dresden, der Wohnblock „De Frontier“ im niederländischen Groningen sowie mehrere Wohnquartiere in Berlin und Potsdam.

Info: Ausstellung zum Projekt „Wohnen an der Saale“
Die Ausstellung zum Projekt „Wohnen an der Saale“ im kreativen Baubüro in der Stauffenbergstraße 10 (Zugang über Rückseite des Gebäudes) kann zu folgenden Terminen besucht werden:
Vom 22. September bis 17. Oktober 2020 jeweils dienstags und donnerstags von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie samstags am 26. September und am 15. Oktober von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr.

Hinweis: Es gibt derzeit keine Warteliste oder ähnliches. Der Vermietungsprozess durch jenawohnen wird erst im Laufe der Bauphase gestartet und frühzeitig kommuniziert.

 

 

 


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