Papiertüten für Bio-Müll


In Lobeda geht ein Biomüll-Modellprojekt an den Start. Insgesamt 7.500 Haushalte erhalten kostenlos Papiertüten, um darin Gemüse- und Obstabfälle für die Bio-Tonne zu sammeln.

Engagiert für sauberen Müll (v.l.n.r.): Jan Wosnitzka (KSJ), Andrea Glaser (WG „Carl Zeiss“), Volker Blumentritt (Ortsteilbürgermeister Lobeda), Stefan Heinz (WG „Carl Zeiss“) und Gunnar Poschmann (jenawohnen); Foto: Doris Weilandt

In Lobeda geht ein Biomüll-Modellprojekt an den Start. Insgesamt 7.500 Haushalte erhalten kostenlos Papiertüten, um darin Gemüse- und Obstabfälle für die Bio-Tonne zu sammeln. In den Hauseingängen hängen zweisprachige Plakate, die den Umgang erklären. Das wichtigste: kein Plastik in diesen Müll. Bereits durch kleinste Einträge wie Mülltüten wird der organische Abfall verunreinigt und ist zur Kompostierung nicht mehr geeignet. Vor allem in den Großwohnsiedlungen findet KSJ aber immer wieder solche als Störstoffe bezeichnete Reste.

Unterstützt wird der kommunale Entsorger KSJ bei seinen Bemühungen um „saubere“ Bio-Abfälle durch die Wohnungsunternehmen jenawohnen, WG „Carl Zeiss“ und die Wohngenossenschaft Lobeda-West. Alle Mieter finden Pakete mit Papiertüten in ihren Briefkästen und entsprechende Informationen in den Hauseingängen. Jan Wosnitzka, Geschäftsbereichsleiter bei KSJ, freut sich über die gute Zusammenarbeit: „Das Projekt ist auf zwei Monate ausgelegt. Dann schauen wir, ob sich die Qualität verbessert hat. Vielleicht wird die Papiertüte Bestandteil des normalen Angebotes“. Nur reiner Bio-Müll ist als Rohstoff für die weitere Verarbeitung verwertbar. KSJ verfügt über eine zertifizierte Kompostieranlage, die hochwertigen Kompost herstellt. Die Wohnungsunternehmen verfolgen das Modellprojekt mit Spannung und hoffen sehr, dass die Mieter ihrem Bio-Abfall der Umwelt zuliebe höhere Aufmerksamkeit schenken.