Atelier auf Zeit findet mit Ausstellung seinen Abschluss


Seit Januar hatte der Jenaer Künstler cf_boelk das Kreative Baubüro von jenawohnen als Atelier auf Zeit nutzen können. Nun endet diese besondere Zwischennutzung mit einer Ausstellung der im vergangenen Halbjahr entstandenen Werke.

"Die letzten Tage eines Projektes sind meist die produktivsten“, erklärt der Jenaer Künstler cf_boelk (Mitte) beim Besuch von jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum (l.) und Baubüro-Koordinator André Güttler im Ateliers auf Zeit. Eine Ausstellung mit den seit Januar entstandenen Werken öffnet am Donnerstag um 19 Uhr im Kreativen Baubüro in der Stauffenbergstraße 10. Foto: Stadtwerke Jena

Wie intensiv der in Lobeda lebende cf_boelk seine Zeit in der Stauffenbergstraße 10 genutzt hat, davon konnte sich jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum einen Eindruck verschaffen. „Das Kreative Baubüro ist eine Initiative von jenawohnen-Mitarbeitern. Ziel ist es, Kunst und Kultur dorthin zu holen, wo unsere Mieterinnen und Mieter leben“, erläutert Wolfrum. Deshalb sollte das Baubüro auch während der Pandemie nicht einfach leer stehen. In Zusammenarbeit mit der Zwischennutzungsagentur der Bürgerstiftung Jena entstand die Idee des Ateliers auf Zeit. „Das von cf_boelk gelebte Konzept des offenen Ateliers, wo jeder klopfen, hereinschauen und mit dem Künstler ins Gespräch kommen konnte, passte ganz wunderbar zu diesem Anspruch. Vielen Dank an alle Akteure für diese gelungene gemeinsame Zeit.“ Angesichts sinkender Inzidenzzahlen warten nun neue Projekte auf das Baubüro, ergänzt Baubüro-Koordinator André Güttler. Seit 2017 organisiert er gemeinsam mit anderen jenawohnen-Kolleginnen und Kollegen im Baubüro Workshops, Konzerte und Ausstellungen. Als nächste Veranstaltung ist am 16. Juli ein Kunstrundgang durch Lobeda mit Doris Weilandt geplant.

„Es war großartig, diese lichtdurchfluteten Räume für meine Arbeit nutzen zu können“, sagte cf_boelk. „Es war vor allem interessant zu beobachten, was diese neue Umgebung mit mir und meinem künstlerischen Schaffen macht. Einerseits war es super-schön hier, teilweise aber auch wegen der Corona-Situation sehr einsam. Einerseits hatte ich endlich Platz, mich und meine Gemälde auszubreiten – teilweise setzten mich diese großen leeren Räume aber auch stark unter Druck“, schildert der 39-Jährige. Wie cf_boelk dieses innere Spannungsfeld in Kunst umgesetzt hat, können Interessierte nun im Kreativen Baubüro betrachten.

Die Ausstellung öffnet am Donnerstag, 24. Juni, um 19 Uhr. Anschließend sind die Gemälde und Installationen im Kreativen Baubüro in der Stauffenbergstraße 10 noch bis Freitag, 2. Juli zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils montags bis freitags von 16 bis 20 Uhr. Während dieser Zeiten wird auch cf_boelk anwesend sein. Zu sehen sind großformatige Bilder, Installationen, Arbeits- und Skizzenbücher, außerdem eine Rückschau auf frühere Werke, insbesondere aus der Graffiti-Szene.


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