Hier blüht den Bienen was: jenawohnen gestaltet 2.400 m² Rasen zu Insektenweiden um


Sie sehen hübsch aus und erfüllen eine wichtige Funktion: Fast ganzjährig blühende und duftende Insektenweiden. Derzeit gestaltet jenawohnen an zwei Standorten „normale“ Rasenflächen zu bunten Blumen- und Kräuterwiesen um.

Aus bis zu 60 verschiedenen Wildblumen und Kräutern stellt Landschaftsarchitektin Kristiane Schley die Saatmischung für die Bienenweiden zusammen. In der Fregestraße und im Händelweg widmet jenawohnen derzeit rund 2.400 Quadratmeter Rasen zu insekten- und Singvogel-freundlichen Blühwiesen um.

Sie sehen hübsch aus und erfüllen eine wichtige Funktion: Fast ganzjährig blühende und duftende Insektenweiden. Derzeit gestaltet jenawohnen an zwei Standorten „normale“ Rasenflächen zu bunten Blumen- und Kräuterwiesen um. Nach der aufwändigen Bodenvorbereitung begann heute (5. September) die Ansaat. „Wir wissen, wie wichtig Insekten für unser Ökosystem sind und wollen unseren Beitrag leisten, ihnen auch in der Stadt Lebensräume zu bieten“, sagt jenawohnen-Geschäftsführer Tobias Wolfrum. 

Bis die Insektenweiden diese Aufgabe jedoch erfüllen können, braucht es von Mietern und Passanten ein wenig Geduld. Seit Ende August laufen die Arbeiten in der Fregestraße 2 bis 4 in Lobeda-West und im Händelweg 4 in Jena-Nord. Nach der Ansaat wurden die Flächen mit einer Schutzschicht aus Stroh bedeckt, damit Vögel, Regen und Wind dem Saatgut nichts anhaben können. „Zugegeben, das sieht zunächst nicht sehr hübsch aus: Aber dafür grünt und blüht es in den kommenden Jahren umso schöner“, so Wolfrum weiter. 

Ab dem kommenden Jahr, noch mehr aber in den Jahren danach, werden die wechselnd blühenden Wildblumen- und Kräuterwiesen mit ihrem Duft Insekten anlocken und den pollensammelnden Tieren fast ganzjährig Nahrung bieten. Auch Singvögel finden auf den Weiden reichlich Futter, da sie sich im Frühjahr von Insektenlarven und im Spätsommer bis Herbst von den ausfallenden Pflanzensamen ernähren, erklärt Kristiane Schley vom Landschaftsarchitekturbüro Schley & Partner aus Erfurt. Deshalb werden die Flächen statt bisher bis zu achtmal, künftig höchstens zweimal im Jahr gemäht: Im Spätsommer nach Blüte und Samenbildung und bei Bedarf nochmal vor dem Winter. 

Insgesamt 2.400 Quadratmeter Grünfläche werden an den beiden Standorten zur Insektenweide umgewidmet. Insgesamt sind bis zu neun jenawohnen-Standorte mit einer Gesamtfläche von 2,5 Hektar für das Projekt vorgesehen. Für die Blühwiesen spricht noch ein weiteres Argument: „Die Flächen sind resistenter gegen extreme Wettereinflüsse“, erklärt Kristiane Schley. „Sie schwimmen bei Starkregen nicht gleich weg und halten Wasser für Trockenperioden zurück.“

 

 


<- Back to: News